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Der Tosa Inu ist wahrscheinlich der einzige Hund auf der Welt, welcher immer noch zu offiziellen Hundekämpfen herangezogen wird. Allerdings entwickelten die Japaner - gemäß ihrer Mentalität eine Art des Kampfes, welche in keiner Weise mit dem bekannten Pitbullkämpfen vergleichbar ist. Der Kampf ist von heiligen Ritualen und Prozessionen geprägt. Ähnlich wie beim Sumoringen versuchen sich die Hunde umzuwerfen und auf dem Boden festzuhalten.
Geringste Anzeichen von Ängstlichkeit oder Aggressivität oder ein Beißen des anderen Hundes führen zum sofortigen Abbruch des Kampfes.
Gekämpft wird ausschließlich zwischen Rüden in zwei Gewichtsklassen.

Der Tosa Inu ist ein sehr anhänglicher Hund, der seine Familie über alles liebt.

Gegenüber Fremden ist er aber deutlich zurückhaltender.
 

Heute findet der Tosa seinen Platz weitestgehend als treuer Kamerad der Familie sowie als verlässlicher Wachhund.

CHARAKTER: Ruhig und selbstbewusst, geduldig, mutig, sehr guter Wachhund; bellt nur, wenn es unbedingt nötig ist; großer Beschützerinstinkt, äußerst intelligent.



Der folgende Rassestandard stammt: http://www.fci.be/uploaded_files/260d1997_de.doc
.:: FCI - Standard ::. ( Nr. 260 / 09. 12. 1997 / D)
URSPRUNG: Japan
VERWENDUNG: Ehemaliger Kampfhund, heute Wachhund
KLASSIFIKATION FCI:Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhund und andere Rassen
Sektion 2.1Molossoide, Berghunde
Ohne Arbeitsprüfung

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Hundekämpfe sind in Japan eine althergebrachte Tradition, welche bis in das vierzehnte Jahrhundert zurückgeht. Mit dieser Überlieferung im Hintergrund wurde der Tosa durch eine Kreuzung des Shikoku-Ken mit westlichen Rassen gezüchtet. Er trägt den Namen der Gegend, in welcher er ursprünglich gezüchtet wurde und wird oftmals auch "japanischer Mastiff" genannt. Die westlichen Hunde, welche bei der Entstehung der Rasse verwendet wurden, sind Bulldogs (1872), Mastiffs (1874), Deutsche Vorstehhunde (1876) und Deutsche Doggen (1924); alle diese Hunde wurden zur Verbesserung der Rasse in einer Reihe von Kreuzungen hintereinander verwendet. Nach verschiedenen Aussagen wurden ebenfalls St. Bernhardshunde und Bull Terriers benutzt, aber die Jahre ihrer Verwendung sind unbekannt. Die beim Tosa fest verankerten Charaktereigenschaften wie Widerstandskraft und Kampfinstinkt sind für Molosser typisch und können beim Tosa auf den Einfluss dieser Rassen zurückgeführt werden.

ALLG. ERSCHEINUNGSBILD: Großer Hund, von kräftiger Gestalt und würdigem Benehmen. Er hat Hängeohren, ein kurzes Haarkleid, einen quadratischen Fang und eine an ihrem Ansatz dicke Hängerute.

CHARAKTER: Bestimmt durch Geduld, Gelassenheit, Unerschrockenheit und Mut.

KOPF:
Oberkopf
Schädel: breit
Stop: ziemlich markant

Gesichtsschädel
Nasenschwamm: breit und schwarz
Fang: mäßig lang; Nasenrücken: gerade
Kiefer / Zähne: Ober- und Unterkiefer kräftig, kräftiges Scherengebiss
Augen: relativ klein, von dunkelbrauner Farbe, Ausdruck würdig
Ohren: relativ klein und dünn, seitlich am Schädel hoch angesetzt, hängend und dicht an den Backen anliegend

HALS: muskulös, mit Wamme

KÖRPER:
Widerrist: hoch
Rücken: horizontal und gerade
Lenden: breit, muskulös
Kruppe: im oberen Bereich leicht gewölbt
Brust: breit und tief, mäßige Rippenwölbung
Bauch: gut aufgezogen

RUTE: am Ansatz dick, sich gegen die Spitze zu verjüngend; wenn die Rute hängt, reicht sie bis zum Sprunggelenk

GLIEDMASSEN:
Vorderhand
Schultern: mäßig schräg gelagert
Unterarm: gerade, mäßig lang und kräftig
Vorderfußwurzelgelenk: kräftig, leicht geneigt

Hinterhand
Muskeln sehr gut entwickelt; Knie- und Sprunggelenk mäßig gewinkelt, kräftig.

Pfoten
Zehen eng aneinander liegend; Ballen dick und elastisch; Krallen hart und vorzugsweise von dunkler Farbe

GANGWERK: Energisch und kraftvoll

HAARKLEID:
Haar: kurz, hart und dicht
Farbe: rot, falbfarben, apricot, schwarz, gestromt; diskrete weiße Abzeichen an Brust und Pfoten sind zulässig

GRÖSSE:
Widerristhöhe: im Minimum 60 cm für Rüden und 55 cm für Hündinnen

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
• dünne Knochen
• spitzer Fang
• leichter Vor- oder Rückbiss

AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
• Sehr stark ausgesprochener Vor- oder Rückbiss
• Scheuheit

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

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